Rezension zu Die Stadt aus Messing von S. A. Chakraborty – Band 1 –

KAIRO, IM SPÄTEN 18. JAHRHUNDERT. Die junge Nahri verdient ihren Lebensunterhalt damit, osmanische Adlige mit medizinischen Taschenspielertricks zu betrügen, in der Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben. Doch als sie bei einem ihrer Rituale versehentlich Dara herbeiruft, einen ebenso gerissenen wie mysteriösen Dschinn-Krieger, gerät ihr Leben aus allen Fugen. Zusammen mit ihrem unfreiwilligen Verbündeten flüchtet Nahri über heiße windgepeitschte Sande und Flüsse voller mythischer Kreaturen nach Daevabad – der sagenumwobenen Stadt aus Messing – und Heimstätte der Dschinn-Clans. Es ist eine Stadt voller Magie und Feuer, in der die eigene Abstammung so gefährlich sein kann wie jeder bösartige Zauber; eine Stadt, in der alte Ressentiments tief sitzen und der königliche Hof mit eiserner Hand regiert; eine Stadt, an die Nahri nun unwiderruflich gebunden ist – und in der ihre bloße Anwesenheit einen Krieg zu entfachen droht, der schon seit Jahrhunderten brodelt …

Meine Meinung

Stadt aus Messing ist ein Buch, dass so hoch gelobt wurde und in meinem Leichtsinn wollte ich die Geschichte unbedingt lesen. Die Cover dieser Reihe sind toll geworden und der exklusive Buchschnitt, mit dem ich dieses Buch gekauft habe ist wunderschön. Leider muss ich sagen, dass mich die Geschichte leider dennoch nicht überzeugen konnte.

Nahri verdient ihr Geld mit Betrügereien, sie erzählt den Leuten, dass sie krank seien, um so gemeinsam mit einem Apotheker an ihnen zu verdienen. Zusätzlich raubt sie ihre Kunden in deren Abwesenheit Zuhause aus. Doch dann geht bei einem Ritual alles schief und plötzlich hat Nahri einen echten Dschinn Krieger an der Backe. Die beiden schweben plötzlich in Gefahr und werden von Ifrit und anderen Dämonen gejagt. Sie wollen in die Stadt Daevabad fliehen und dort Zuflucht zu suchen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise.
Währenddessen hat Prinz Alizayd seine ganz eigenen Sorgen in Daevabad. Er möchte unbedingt etwas verändern in seiner Welt, doch der König, sein Vater, hat andere Ansichten und so tut der Prinz im Verborgenen was er kann. Doch nicht mit so viel Erfolg wie es ihm zu wünschen wäre.

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nahri und Prinz Ali. Leider muss ich sagen, beginnen die Meckereien für mich schon zu Beginn. Die vielen fremden Begriffe und Namen haben es mir dermaßen schwer gemacht in die Geschichte zu kommen. Es gibt ein Glossar, das ist bei den unterschiedlichen Wesen hilfreich, vorne im Buch gibt es ein Weiteres, das einem bei den vielen Charakteren hilft. Für mich persönlich war es trotzdem anstrengend, die Wörter häufig nachzusehen. Das bringt einen beim Lesen doch raus.

Nahri ist auf sich allein gestellt, schon seit sie denken kann. Sie führt ein gefährliches Leben, aber sie schlägt sich gut. Als sie auf Dara trifft und dieser sie beginnt aufzuklären, was sie ist, ist Nahri vor allem neugierig. Sie hat ja keine Ahnung, wie gefährlich dieses Wissen ist. Dara und Nahri sind sich zu Beginn spinnefeind, dennoch kommen sie einander auf ihrer gemeinsamen Reise etwas näher.
Dara ist doch etwas verwirrt, dass Nahri ihn rufen konnte. Er stellt aber schnell fest, dass es das Beste wäre, wenn er Nahri nach Daevabad bringt, trotz seiner eigenen Vergangenheit in Daevabad, begibt er sich mit Nahri gemeinsam auf diese Reise.
Prinz Ali ist in meinen Augen sehr naiv. Er merkt überhaupt nicht, dass ihn die Leute an der Nase herumführen, oder aber hinter das Licht führen. Er hat gute Absichten, aber kaum eine Ahnung, wie er sie durchsetzen kann.

Die Wortgefechte von Nahri und Dara sind witzig, aber leider muss ich sagen, geht es den Großteil der Geschichte nur um die Hintergründe. Sie beiden reden und reden und reden. Dann kommt mal wieder eine spannende Situation und dann reden sie wieder ewig nur. Die vielen Hintergründe empfand ich als langweilig, leider. Ich mag die Thematik rund um die Dschinns, aber für mich fehlte es hier wirklich an Spannung. Die Autorin konnte mich hier und da schon überraschen, aber ich muss sagen, ich werde die Reihe nicht weiter lesen.
Noch schlimmer fand ich das bei Prinz Ali, dieses Gerede ständig mit dem König, die ganzen Hintergründe, die Manipulationen innerhalb der Regierung. So viel Gerede, das ist leider nicht mein Ding.

Das Setting fand ich toll. Die ägyptische Wüste und ihre Geheimnisse hat mich neugierig gemacht und ich musste schon immer an Aladdin und die Wunderlampe denken. Leider konnte das Flair sich nicht so auf mich übertragen wie ich es mir gewünscht hätte.

Fazit

Die Umsetzung der Geschichte hat mir leider nicht gefallen. In meinen Augen war es echt viel Gerede, und viel zu viele Hintergründe, insgesamt zu komplex. Das hat sich für mich echt in die Länge gezogen, dabei finde ich die Thematik und das Setting echt cool. Sehr schade, aber diese Reihe werde ich nicht weiter verfolgen. Ich hätte mir insgesamt mehr Spannung gewünscht und vergebe hier nur 3 Salatköpfe.

Buchinfos
Die Stadt aus Messing
Daevabad Band 1
AutorIn: S. A. Chakraborty
ÜbersetzerIn: Kerstin Fricke
624 Seiten im Print
Panini Verlags GmbH

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