MonatsSalat August – Farbige Buchschnitte

Der MonatsSalat wird beim Büchersalat eine neue Rubrik werden. Es gibt so viele Dinge die uns häufig bewegen, darum wollen wir das ein oder andere hier doch gerne ansprechen oder mit euch teilen. Wir weisen darauf hin, dass sicher einiges Verständnis für Ironie, Sarkasmus und natürlich der Realität vorhanden sein sollte beim Lesen.

Wir bloggen mittlerweile seit 2013, also schon echt eine ganze Weile. In dieser Zeit hat sich einiges verändert, auch in der Buchwelt. Der MonatsSalat wird sich danach richten, was die „Book Community“ so beschäftigt, ärgert oder begeistert.

Im August sind Farbige Buchschnitte das Thema. Wir haben einige Videos zu diesem Thema geschaut, haben verschiedene Meinungen dazu gelesen und versuchen mal die Thematik ein wenig zusammenzufassen.

Zuerst gesehen haben wir die farbigen Buchschnitte bei Bloggern aus Amerika. Dieser Trend ist nach und nach zu uns herüber geschwappt und zu Beginn ist es an uns sogar noch ein wenig vorbei gezogen, mittlerweile können wir uns dem Thema nicht mehr entziehen.
Mit großen Shops wurden vor allem Buchboxen deutlich mehr angeboten, hier waren die Bücher häufig mit tollen Goodies zusätzlich versehen. Und dann kamen mit der Bücherbüchse und Chest of Fandoms auch Sonderausgaben mit farbigen Buchschnitten dazu. Und plötzlich waren wir auch infiziert.

Doch so schnell wie die farbigen Buchschnitte beliebt waren, ebenso schnell kamen auch die negativen Meinungen hierzu.

Fakt ist, dass die meisten die Idee und die Umsetzung cool oder hübsch finden. Die Bücher sind mit diesem Schnitt einfach „besonders“. Und im Grunde sind die negativen Meinungen auch nicht gegen die schön designten Schnitte, sondern die Umsetzung schlägt vielen auf den Magen.

Die Sonderausgaben und Bücher mit den farbigen Buchschnitten werden häufig nur limitiert angeboten. Also es gibt nur eine bestimmte Stückzahl und man bestellt am besten zackig, sonst bekommt man kein Exemplar ab. Man kann es ruhig so salopp ausdrücken, „Wer zuerst kommt, malt zuerst“.
Preislich unterscheiden sie sich dafür nicht von dem handelsüblichen Exemplar, der Preis bleibt gleich, lediglich die Versandkosten müssen zusätzlich getragen werden. Oooobwohl, so ganz stimmt das nicht, denn für die, die kein Exemplar mehr bekommen beim normalen Verkauf, könnte ein Kauf später gebraucht echt teuer werden. Und hier gehen die Meinungen sehr auseinander, wie viel so eine Ausgabe kosten sollte, damit der Preis fair bleibt.

Was sonst noch so kritisiert wird? Buchschnitt würde vor Inhalt gehen.
Böse Stimmen behaupten, dass die Bücher sich besser verkaufen, weil einige Verlage in der
1. Auflage einen aufwendigen Schnitt anbieten. Und plötzlich bieten mehr Verlage auch Bücher mit farbigen Buchschnitten an. Man könnte ihnen unterstellen, dass sie Gewinn machen wollen, mit Schund der nur schön aussieht.
Naja Geschmäcker sind verschieden, das gilt sowohl für das Äußerliche als auch das Inhaltliche. Ist ja nicht so als würde ein Bestseller ohne Buchschnitt gleich jedem Leser gefallen. Und es gibt sicher noch mehr Marketing Methoden auf die KäuferInnen anspringen, nur sehen die nicht unbedingt so schön aus im Regal. Ist halt die Frage, was gemeiner ist, Marketing oder Marketing mit farbigem Buchschnitt.

Es ist doch so. Es herrscht Papiermangel, Inflation und Rezession, und manch einer ärgert sich über limitierte Sonderausgaben. Die tun niemandem weh, klar, die fressen das ein oder andere Brot, gerade in der heutigen Zeit ähhh ne, falsch, man isst für das eine oder andere Buch weniger Brot. Beides geht einfach nicht mehr.

Ja, bei den Wucherpreisen sind wir voll bei euch. Einige Ausgaben werden für Hundert Euro angeboten. Hier hört das Vergnügen auf, definitiv! Man muss sich nicht so dermaßen bereichern, aber die Diskussion gab es bereits beim Toilettenpapier und den Nudeln, und da waren die Gespräche auch vergebens. Aber das haben sicher auch alle mitbekommen.

Und dann gibt es Gott Sei Dank noch immer den freien Willen. Niemand muss diese Bücher kaufen, jeder kann das frei entscheiden. Und wie viel diese Menschen bezahlen möchten können sie auch selbst entscheiden, zumindest wenn sie privat kaufen. Und das Beste ist, man muss nicht immer alles negativ zerreden. Man kann die Dinge einfach sehen wie sie sind. Farbige Buchschnitte. Wer das nicht will, kauft einfach ohne bunten Buchschnitt oder sogar Ebook.

Oder wir gucken einfach mal nicht hin, ignorieren die neuen Buchangebote und schauen zu unserem viel zu großen SuB. Der schreit uns an, mit oder ohne farbigen Buchschnitt, dass wir ihn kleiner lesen sollen.

Oder, wir machen davon Gebrauch, dass jeder eine Meinung haben darf, sie laut sagen darf und wir trotzdem nicht alles kommentieren müssen.

Am Ende können wir anderen Menschen einfach mal ihr Vergnügen gönnen. Ohne Neid oder fiese Kommentare, das wäre schön. Denn dann würde es wieder um das Wesentliche gehen. Unsere Liebe zu den Büchern.

Wir interessieren uns für eure Meinungen, kommentieren ist also erwünscht. Teilen ist erlaubt. Lächeln und einfach weiterleben ist auch genehmigt.

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