Rezension zu Identity X – Wer ist Boston Coleman – von Frank M. Reifenberg

Was, wenn es dich mehr als nur einmal gibt?

Boston ist ein ganz normaler 14-Jähriger, das glaubt er zumindest bis zu dem Tag, an dem ein fremder Junge auftaucht, der Bostons Ebenbild ist. Bevor Boston mehr über ihn erfahren kann, überrollen ihn die Ereignisse: Eine Spezialeinheit des FBI steht vor der Tür, um ihn zu verhaften. Er soll sich ein Sturmgewehr besorgt und einen Geldtransporter überfallen haben. Die Beweise sind erdrückend, es gibt sogar ein Video, das Boston zeigt. Aber wie kann das sein, wenn er doch zum Tatzeitpunkt 150 Meilen entfernt in einem Sommercamp war? Mit 200 Zeugen? Hat sein Doppelgänger etwas damit zu tun? Und was will er ausgerechnet von Boston?

Meine Meinung

Nach langer Zeit mal wieder ein Buch, dass ich bei Netgalley entdeckt habe und direkt angefragt habe. Ich habe von dem Autor Frank M. Reifenberg bisher nichts gelesen, aber der Klappentext versprach spannende Unterhaltung.

Boston Coleman ist 14 Jahre alt und wird plötzlich von einer Spezialeinheit des FBI verhört. Er soll einen Geldtransporter überfallen haben. Schnell wird es eng für Boston, denn es gibt ein Video von seiner Tat, er ist zweifelsfrei zu erkennen. Doch Boston war in einem Sommercamp zur Zeit des Überfalls, kann er aus dieser Sache wieder herauskommen?

Also ich mochte den Stil des Autors, auch die Perspektivwechsel waren eine gute Idee, so erfahren wir auch, was die zuständige FBI Agentin so denkt. Im Grunde wird die Handlung rückwärts entwirrt, zumindest zum Teil. Das sorgt für Spannung, aber ich muss leider sagen, für mich war die Geschichte an einigen Stellen vorhersehbar, das schmälerte für mich ein wenig die Spannung.
Das World Building war etwas mager, aber das ist sicher Geschmackssache, schließlich soll die Geschichte düster rüber kommen.

Boston ist intelligent und recht beliebt, doch er hat Geheimnisse, in die er nicht mal seine beste Freundin eingeweiht hat. Diese kommen im Laufe der Geschichte heraus, und wie das für ihn endet, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Fazit

Ich empfand die Idee und vor allem die Auflösung am Ende als rund. Die Mischung ist gelungen, und dennoch fehlte mir am Ende das gewisse Etwas. Insgesamt aber trotzdem eine solide Story.

Von mir bekommt Boston 4 von 5 Salatköpfen.

Buchinfos
Identity X – Wer ist Boston Coleman
AutorIn: Frank Maria Reifenberg
256 Seiten im Paperback
Altersempfehlung ab 12. Jahren
dtv Verlag

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