Rezension zu Safe House – Nirgends bist du sicher – von Jo Jakeman

Nicht alle verdienen eine zweite Chance

Endlich kann Charlie Miller die dunklen Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen. In einem abgelegenen Häuschen in Cornwall, mit einem neuen Namen, einer neuen Identität. Hier weiß keiner von der schlimmen Tat, die sie vor zwei Jahren begangen hat. Doch kaum scheint ein Leben in Ruhe und Frieden in greifbarer Nähe, geschieht ein grausames Verbrechen. Charlie weiß: Jemand ist ihr auf der Spur. Jemand, der auf Rache sinnt für das, was sie getan hat.

Safe House
Nirgends bist du sicher
Einzelband
geschrieben von Jo Jakeman
übersetzt von Stefan Lux
365 Seiten
Heyne Verlag

Meinung

Der Klappentext klang einfach so gut, und als das Ebook günstig war habe ich zugegriffen. Das Cover ist in Ordnung, passt gut zum Genre, für den Inhalt ist es okay. Es überträgt die Stimmung des Buches aber recht gut.

Charlie, alias Steffi Finn, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen worden und versucht sich weit weg von ihrer Vergangenheit ein neues Leben aufzubauen, ohne dass jemand von ihrer Vergangenheit erfährt. Sie bemüht sich, keine Spuren zu hinterlassen, der Grund dafür sind die Drohungen, die sie im Gefängnis bekommen hat. Charlie hat sich ein kleines Häuschen in Cornwall, am sprichwörtlichen Ende der Welt gekauft in der Hoffnung, dass sie dort einen Neuanfang bekommt. Doch leider wird Charlie stetig von der Vergangenheit verfolgt, jemand sinnt auf Rache, für die Dinge, die Steffi Finn getan hat…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive und vor allem mit Zeitsprüngen in die Vergangenheit erzählt. Der Hauptanteil wird aus der Sicht von Charlie erzählt, aus der Zeit vor dem Gefängnis mit Lee, und aus der Zeit nach dem Gefängnis. Es gibt auch einige Kapitel aus Sicht des „Bösewichts“, so bekommt man eine gute Sicht auf die Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich flüssig, man kommt wirklich gut voran. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und sehr bildhaft beschrieben. Vor allem die Menschen in dem kleinen Dorf in Cornwall sind sehr realistisch. Der schrullige Nachbar, aber auch die Damen aus dem Buchclub sind liebenswert erdacht.

Die Grundidee und auch die Umsetzung haben mir gut gefallen. Charlie als Hauptprotagonistin hat einiges zu erzählen, sie ist stark, aber in ihrem Innern tobt ein wilder Sturm. Sie muss das Vergangene verarbeiten, und sich an das Leben als Charlie gewöhnen, was gar nicht so leicht ist, schließlich ist Steffi noch immer ein Teil von ihr.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, mir fehlte es hier und da an Spannung, aber ich muss sagen, dass ich das Ende als überraschend und spannend empfand. Ich würde auf jeden Fall wieder ein Buch der Autorin lesen.

Fazit

Eine spannende Geschichte, die gut durchdacht und am Ende rund gewesen ist. Die Charaktere sind realistisch und die Ideen der Autorin wirklich gut. Der Spannungspegel stieg zum Ende hin deutlich an, und es gibt einige Überraschungen. Für mich hätte es noch etwas mehr Spannung sein dürfen, aber insgesamt ein gutes Buch.

Von mir gibt es 4 von 5 Salatköpfen.

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