Rezension zu The Cousins von Karen M. McManus

Drei Cousins. Eine Familie. Ein tödliches Geheimnis.

Milly, Aubrey und Jonah Story haben ihre legendäre Großmutter Mildred Margaret Story nie kennengelernt. Ihre Eltern sind schon vor langer Zeit von der High-Society-Matriarchin enterbt worden. Da erhalten die Cousins einen Brief: Sie sollen den Sommer auf dem Story-Anwesen auf Gull Cove Island bei ihrer Großmutter verbringen. Obwohl sich Milly, Aubrey und Jonah seit Kindesbeinen nicht gesehen haben, sind sich ihre Eltern einig – das ist die Chance, sich wieder auszusöhnen. Doch als die Cousins auf der Insel eintreffen, wird schnell klar, dass Mildred Margaret Story andere Pläne verfolgt – und dass die Story-Familiengeschichte dunkle Abgründe birgt. Diesen Sommer werden Milly, Aubrey und Jonah alle Geheimnisse aufdecken. Auch das letzte und tödlichste.

The Cousins
Einzelband
geschrieben von
Karen M. McManus
übersetzt von Anja Galic
432 Seiten
cbj Verlag

Meine Meinung

Endlich mal wieder ein Buch vom SuB befreit. Ich hatte Lust auf etwas spannendes, und The Cousins habe ich zum Erscheinungstermin im letzten Jahr wirklich überall in den sozialen Netzwerken gesehen. Angepriesen als spannend und mit „Suchtgefahr“. Genau das richtige, um mich aus meiner Leseflaute zu befreien oder?

In „The Cousins“ geht es um die Familie Story. Milly, Aubrey und Jonah Story sind die Enkel von Mildred Margaret Story. Sie haben ihre Grandma jedoch nie kennengelernt, denn ihre Eltern liegen schon lange im Streit mit Mildred. Aber so richtig wissen die drei nicht, warum. Dann bekommen die drei eine Einladung, von Mildred. Sie sollen in den Ferien in dem Resort der Großmutter aushelfen. Gegen ihren Willen werden die drei von ihren Eltern dazu gebracht auf die Insel zu fahren. Doch den Dreien wird schnell klar, dass hier ganz und gar nichts stimmt. Die drei Cousins haben viele Fragen und sie begeben sich auf die Suche nach Antworten. Doch das ist alles andere als ungefährlich.

Die Autorin hat einen angenehmen Stil und erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Milly, Aubrey und Jonah, zusätzlich gibt es noch einen Zeitstrang aus der Vergangenheit. Gleich zu Beginn ist man gefesselt, denn Milly ist eine starke Protagonistin. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern und hat überhaupt keine Lust auf die Arbeit bei ihrer Großmutter, doch sie lässt sich von ihrer Mutter „erpressen“. Als Milly auf ihre Cousins Aubrey und Jonah trifft wird schnell klar, dass sie die beiden mag. Naja, zumindest Aubrey. Die drei haben die gleiche Familie und vor allem die schlechten Erfahrungen verbinden sie miteinander.

Aubrey kommt aus eher schwächeren finanziellen Verhältnissen. Sie hatte es nicht so gut wie Milly. Auch Aubrey´s Verhältnis zu den Eltern ist schwierig. Ihr Vater hat ihre Mutter betrogen, die Familie liegt in Scherben. Sie ist fast froh, dass sie eine Auszeit bekommt. Sie ist die bodenständige und zu Beginn etwas stillere Protagonistin, aber meine heimliche Favoritin am Ende.

Jonah, der benimmt sich wirklich wie ein Blödmann. Da muss man nichts beschönigen. Bei ihm tun sich Abgründe auf. Da lasse ich euch aber im Dunkeln.

Ich mochte vor allem die Erzählungen aus der Vergangenheit. Die waren so spannend, dass ich mich immer geärgert habe, wenn dann die Gegenwart wieder dran war. Aber auch in der Gegenwart baut sich nach und nach Spannung auf. Das Ende war wirklich krass, ich habe das so nicht erwartet und das obwohl ich mir beim Lesen doch immer wieder Gedanken gemacht hatte, was wirklich passiert sein könnte. Für mich war The Cousins auf jeden Fall spannende Unterhaltung.

Fazit

Eine wirklich spannende Lektüre, ich mochte vor allem die Erzählungen aus der Vergangenheit, aber nach und nach wurden mir die Protagonisten der Gegenwart sympathischer und das Ende hat mich wirklich überraschen können. Ich muss sagen, das hätte ich so nicht erwartet. Insgesamt für mich ein solider Einzelband. Von dieser Autorin möchte ich auf jeden Fall mehr lesen.

Von mir bekommen The Cousins 4 von 5 Salatköpfen.

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