Rezension zu Searching Lucy von Christina Stein

Wochen ist es her, dass Ambers Zwillingsschwester Lucy verschwunden ist. Einfach so. In einer Vollmondnacht. An Halloween. Genau einen Monat nach Ambers Vater.
Keine Verdächtigen, keine Lösegeldforderung, nicht eine einzige Spur. Amber weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden noch leben, sinkt mit jedem Tag. Jeder in ihrem Umfeld könnte der Täter sein. Und sie wird ihn finden – und wenn sie in jeden einzelnen Keller einsteigen muss, um nach ihnen zu suchen.

Searching Lucy
Einzelband
Seiten: 288
Autor/in: Christina Stein
Fischer Sauerländer Verlag

Meine Meinung

Ein Thriller geht immer oder? Also habe ich mir Searching Lucy von meinem SuB genommen. Das Cover ist düster, und passt damit wirklich gut zum Inhalt. Der Klappentext klang nach einer spannenden Geschichte, ob ich die auch bekommen habe? Das erfahrt ihr jetzt.

Ambers Familie ist zerbrochen. Ihr Vater ist spurlos verschwunden, nur einen Monat später ist ihre Zwillingsschwester Lucy verschwunden. Amber kann sich einfach keinen Reim darauf machen. Ihre Schwester würde doch nicht einfach so verschwinden. Amber ist sich sicher, dass ihrer Schwester etwas schlimmes passiert sein muss, und noch viel sicherer ist sie sich, dass der Täter aus ihrer Nachbarschaft kommen muss. Sie ermittelt also selbst, aber still und leise. Sie bricht bei ihren Nachbarn ein, um Lucy zu finden, würde sie alles tun. Doch ihre Suche raubt Amber die Kräfte und langsam aber sicher zerbricht ihre Fassade.

Die Autorin beginnt direkt mitten in dem Geschehen eines Einbruchs. Wir begleiten Amber bei der gefährlichen Suche nach ihrer Schwester. Es wird also direkt zu Beginn spannend und auch beklemmend. Denn wir erfahren, wie es Amber geht, und das ist alles andere als gut. Sie ist fixiert auf ihre Suche nach dem Mörder. Sie kümmert sich um ihren kleinen Bruder und auch um ihre Mutter. Ambers Mutter ist nicht in der Lage sich um die Familie zu kümmern. Amber sorgt dafür, dass die Fassade aufrecht erhalten bleibt. Was mit jedem Tag wirklich schwerer wird.

Amber muss kurz vor den Winterferien wieder zur Schule gehen. Sie ist alles andere als begeistert, aber für die Fassade würde sie wirklich alles tun. Sie sucht auch in der Schule weiter nach Verdächtigen. Bei Jamie ist sie sich sicher, dass er etwas zu verbergen hat. Sie schnüffelt ihm nach, und wird erwischt. Dieser Moment verändert alles.

Ich muss sagen, die Autorin erzählt mit einem tollen Stil. Die Geschichte ist unheimlich düster und als Leser will man einfach wissen, wie es weiter geht. Amber und Jamie sind sich sehr ähnlich, davon ahnen sie beide aber nichts. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und beide kommen nur mäßig damit klar. Ich finde man merkt beiden an, dass „geteiltes Leid, manchmal halbes Leid“ ist. Sie fügen sich zusammen, wie zwei Puzzleteile, auch, wenn das zu Beginn immer wieder mir Problemen gekoppelt ist. Sowohl Amber als auch Jamie sind so viel Nähe zu einem Menschen einfach nicht mehr gewöhnt.

Die Suche nach Lucy hält Amber aufrecht. Doch kann sie Lucy wirklich finden? Und was ist mit ihrem Vater passiert? Spannende Fragen, auf die ihr nur in dem Buch antworten bekommt.

Fazit

Die Suche nach einer vermissten Zwillingsschwester, und das damit verbundene Leid der Angehörigen, wird hier spannend und ergreifend erzählt. Dieser Geschichte kann man sich nur schwer entziehen. Lesenswert!

Von mir bekommt diese Geschichte 5 von 5 Salatköpfen.

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