Rezension zu Becoming Elektra – Sie bestimmen wer du bist – von Christian Handel – Band 1 –

Wenn dein Leben eine Lüge ist … Als die junge und schöne Elektra Hamilton bei einem Reitunfall ums Leben kommt, erhält Isabel ein unerwartetes Angebot. Sie, die Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist, soll deren Platz einnehmen. Sie muss lediglich für immer verschweigen, wer sie wirklich ist. Ein Leben in Luxus winkt ihr – und die Verlobung mit dem attraktiven Phillip von Halmen. Zunächst scheint keiner Verdacht zu schöpfen. Doch Elektra hatte eigene Geheimnisse und während diese sie langsam einholen, wächst in Isabel die Gewissheit, dass Elektras Tod kein Unfall war. Wer trachtete Elektra nach dem Leben? Und wird der Mörder erneut zuschlagen? Isabel weiß nur, dass sie keinem trauen kann …

Becoming Elektra – Band 1 –
Sie bestimmen wer du bist
Reihe
Autor/in: Christian Handel
Seiten: 416
Ueberreuter Verlag

Meine Meinung

Bei diesem Buch handelt sich es sich bei mir um ein ReRead. Ich habe das Buch nach Erscheinen schon gelesen, dann kam aber länger keine Fortsetzung, die ich mir gewünscht hatte. Als die Fortsetzung angekündigt wurde war ich echt gespannt, habe den ersten Band dann aber erneut lesen müssen, weil meine Erinnerungen mich sicher im Stich gelassen hätten. Ich habe beim ersten Lesen tatsächlich auch keine Rezension geschrieben. Das hole ich als endlich nach.

Isabel ist ein Klon, und sie ist nicht der Einzige. Sie lebt gemeinsam mit vielen anderen Klonen in einem Institut. Es gibt einen strengen Tagesablauf, die Klone werden genau beobachtet, sogar auf ihre Ernährung wird Einfluss genommen. Sie wurden “gezüchtet” um ihren “Originalen” Organe zu spenden. Isabel´s Schwester Kelsey ist das bereits passiert. Für Isabel verändert sich alles, als sie den Platz von Elektra Hamilton einnehmen soll. Elektra ist ihr “Original” und bei einem Reitunfalls ums Leben gekommen. Isabel wird in diese Rolle hinein gezwungen. Doch schnell bemerkt sie, dass Elektra´s Leben alles andere als großartig war. Isabel findet heraus, dass Elektra keinen Unfall hatte. Sie begibt sich auf eine gefährliche Suche nach dem Mörder und findet dabei noch mehr erschütternde Geheimnisse heraus.

Der Stil des Autors ist wirklich sehr angenehm zu lesen. Ich war skeptisch, gerade, weil der Autor die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau erzählt. Doch der Autor hat die Gefühle von Elektra bzw. Isabel wirklich sehr gut und nachvollziehbar für den Leser erzählt.
Die Grundidee fand ich super spannend, und wenn man erstmal die ersten Kapitel gelesen hat, dann fliegt man nur noch so durch die Geschichte. Der Spannungspegel ist angenehm und gegen Ende wirklich sehr hoch.

Isabel wird in ein Leben geworfen, dass ihr völlig fremd ist. Nicht nur, dass sie das Institut nie verlassen hat, sie muss plötzlich eine Rolle spielen, die ihr so gar nicht behagt. Sie ist keine besonders gute Lügnerin und ihr sind so viele Dinge fremd. Sie merkt schnell, dass sie nicht erwünscht ist, dass sie nur eine Aufgabe hat, die “Fassade” aufrecht erhalten. Doch das fällt ihr immer schwerer, denn sie nährt sich Elektra´s Bruder Hektor an. Auch mit dem Verlobten von Elektra Phillip hat Isabel eine ganz eigene Beziehung. Doch ihr ist klar, dass sie eine Lüge lebt. Sie versucht sich aus dieser Zange zu lösen, doch das führt nur zu mehr Problemen und vor allem Verlusten. Doch sie gibt nicht auf, sondern wird zu einer starken Kämpferin.

Ich mochte Elektra, aber auch die anderen Protagonisten. Am liebsten war mir Hektor. Er verändert sich wahnsinnig, und am Ende kann man sein wahres Ich erkennen. Die Wortgefechte zwischen Isabel und Hektor waren wirklich gut und ich fand die beiden geben glaubhafte Geschwister ab. Ich mochte auch, wie sich die Beziehung zu Elektra´s Mutter Sabine verändert. Isabel hat zu Beginn einige Vorurteile, die sie gegen Ende über Bord werfen muss.

Der Epilog ist dermaßen gemein, dass man wirklich unbedingt zu einer Fortsetzung greifen will. Ich bin froh, dass ich am Ende dieser Rezension sagen kann, dass die Fortsetzung hier schon bereit steht.

Fazit

Ich mochte die Grundidee und auch die Umsetzung. Die Geschichte hat meinen Geschmack getroffen, und der Autor hat wirklich einen sehr angenehmen Stil. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

Von mir bekommt Elektra 5 von 5 Salatköpfen.

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