Rezension zu Autumn und Leaf von J. K. Bloom

Rezension zu Autumn und Leaf von J. K. Bloom

13. Juli 2020 0 Von Julia

551 und 556. Das sind ihre Produktnummern, denn sie wurden von einer Maschine erschaffen und in einem Institut großgezogen, wo sie darauf warten, verkauft zu werden. Sie sehen aus wie Menschen, besitzen jedoch keinerlei Rechte, dürfen keine Gefühle haben und schon gar keinen Umgang miteinander pflegen. Doch Autumn und Leaf geben sich Namen, lieben sich in aller Heimlichkeit und planen, zu fliehen. Als Leaf ausgerechnet an einen grausamen Mann verkauft werden soll, muss alles schnell gehen und die Flucht steht kurz bevor. Doch da erfährt Leaf, dass sich Autumn allein davongestohlen hat, ohne sie mitzunehmen. Ihr bleibt nur, sich ihrem Schicksal zu ergeben, denn ohne ihn ist sie eben nur 556. Ein Produkt, dazu verdammt, für die perversen Fantasien ihres neuen Besitzers herzuhalten. Sie ahnt nicht, dass die wahre Grausamkeit ihr noch bevorsteht, denn Autumn hat das Institut nicht freiwillig verlassen …

Autumn und Leaf
Einzelband
Dystopie
Autor/in: J. K. Bloom
Seiten: 448
Sternensand Verlag

Meine Meinung

Die Autorin hatte letzte Woche eine Leserunde über Facebook gestartet, diese habe ich zum Anlass genommen, mein Buch endlich mal aus dem Regal zu nehmen und es zu lesen. Gemeinsam macht mehr Spaß oder?

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und es passt wirklich so toll zum Inhalt. Ein bißchen was von der düsteren Atmosphäre der Geschichte ist sogar im Hintergrund des Covers zu entdecken. Sehr gelungen wirklich.

Autumn und Leaf haben sich selbst Namen gegeben, denn als Produkte bekommen sie von ihren Erschaffern lediglich eine Nummer, 551 und 556 sind ihre, sie gehören zu einer Sonderedition. Beziehungen unter Produkten sind verboten, daher sind Autumn und Leaf sehr darauf bedacht, ihre Gefühle vor dem Rest der Welt zu verbergen. Leaf steht kurz davor gekauft zu werden, von einem üblen Sadisten. Autumn will mit Leaf fliehen, auf keinen Fall will er zulassen, dass Leaf von diesem Menschen gekauft wird. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf und die beiden werden getrennt und müssen damit schrecklichen und vor allem getrennten Schicksalen folgen. Aber vielleicht kreuzen sich ihre Wege ja erneut?

Der Stil der Autorin ist leicht und flüssig, es wurde wirklich schnell dermaßen spannend und gefährlich, ich wollte das Buch nicht mehr an die Seite legen. Mir hat der Zeitsprung innerhalb des Geschehens gut gefallen, das war wirklich eine gute Entscheidung. Die Wendungen haben mich gefesselt und das Ende ist wirklich wahnsinnig gut geworden.

Leaf muss einiges aushalten, aber sie lässt sich nicht unterkriegen, sie arbeitet hart an sich und so schnell bringt sie nichts aus der Ruhe. Sie lässt sich aber auch mal von Autumn auffangen. Autumn hat ist ein toller Kerl, ich mochte ihn wirklich bis zum Schluss.

Die Autorin schafft es, dass der Leser spannende und auch dramatische Momente erlebt. Es gibt hier allerdings auch Gewalt und vor allem sexuelle Gewalt. Für mich war das okay, aber ich denke das ist nicht jedermanns Sache. Daher erwähne ich das.

Fazit

Insgesamt war ich überrascht von dem wirklich guten Stil der Autorin. Hin und wieder empfand ich einige Informationen als „eingeworfen“ oder wie sagt man „aus der Luft gegriffen“ das kam mir dann einfach komisch vor. Ich empfand die Charaktere toll und denke ich werde sicher wieder mal ein Buch der Autorin in die Hand nehmen.

Von mir bekommen Autumn und Leaf 4 von 5 Salatköpfen.