Rezension zu Die letzte Dichterin von Katharina Seck

Rezension zu Die letzte Dichterin von Katharina Seck

16. April 2020 0 Von Julia

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten – davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.

Die letzte Dichterin
Einzelband
Autor/in: Katharina Seck
Seiten: 417
Bastei Lübbe Verlag

Meine Meinung

Ich hatte mich wahnsinnig gefreut, dass es Nachschub von Katharina Seck gibt. Ich mochte ihre letzten beiden Bücher, daher wollte ich natürlich „Die letzte Dichterin“ auch lesen.

Die Dichterin Minna Fabelreich erzählt Geschichten um so die Menschen zu unterhalten. Sie hat nur wenig Ahnung, dass ihr Talent so viel größer ist. Doch dann wird sie zu einem Dichter Wettstreit in die Stadt Fernab eingeladen. Unterwegs dahin trifft sie auf den Schatzsucher Finn. Gemeinsam machen sie sich auf den „geheimen“ Weg nach Fernab. Doch dort erwarten sie allerhand Gefahren.

Ich mag den Stil der Autorin sehr. Märchenhaft erzählt sie das Geschehen. Es wird zwischen den Protagonisten gewechselt, auch die Königin und ihr Gehilfe kommen zu Wort. Ich finde diese Art eine Geschichte zu erzählen sinnvoll, so lernt man alle Protagonisten wunderbar kennen und erfährt auch etwas über die Hintergründe ihres Geschehens.

Die Geschichte beginnt seicht und als Leser tastet man sich langsam an das Geschehen heran. Die Autorin schreibt komplexe Geschichten, daher braucht man eine Weile, bis man hinter das Geschehen blicken kann. Leider muss ich sagen, wurde ich mit den Protagonisten nicht so richtig warm und mir fehlte es vor allem an Spannung. Der letzte Teil der Geschichte war spannender, aber ich empfand die Geschichte insgesamt als langatmig.

Minna Fabelreich ist immer auf der Suche nach Geschichten, sie möchte Anerkennung für ihr Talent, da kommt ein Wettbewerb gerade recht. Sie hat Probleme sich mit anderen Menschen anzufreunden. Mit Finn klappt es auf eine Weise, die ich nicht so richtig nachempfinden konnte. Vielleicht waren beide einfach auf der Suche nach ihren Träumen.

Finn ist interessant, er ist Schatzsucher, sein Vater findet, dass Finn talentlos ist, weil er bisher keine Schätze gefunden hat. Doch Finn findet heraus, dass ein Schatz immer im Auge des Betrachters liegt.

Die Königin ist böööööööse, mehr sage ich nicht, das würde spoilern.

Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Ebook Exemplar.

Fazit

Insgesamt hat die Autorin die Geschichte wieder grandios erzählt. Leider war es mir an einigen Stellen etwas zu langatmig.

Von mir bekommt diese Geschichte 4 von 5 Salatköpfen.