Rezension zu Ezlyn – Im Zeichen der Seherin – von Karolyn Ciseau

Rezension zu Ezlyn – Im Zeichen der Seherin – von Karolyn Ciseau

23. März 2020 2 Von Julia

Kannst du das Schicksal aufhalten?
Ezlyn hat eine besondere Gabe, sie kann das Ende eines jeden Menschen voraussehen. Tag und Nacht verfolgen sie die schrecklichen Bilder ihrer Visionen. Und eine hat sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt: ihr eigener Tod, verursacht durch die Hand eines Schattenkriegers. Einer jener Männer, die bekannt und gefürchtet sind für ihre Fähigkeit, durch bloße Berührung Leben zu nehmen. Als Ezlyn schließlich in den Dienst einer reichen Adelsfamilie tritt, führt ihr Schicksal sie ausgerechnet an die Seite eines solchen Schattenkriegers. Der schweigsame und unnahbare Dorian könnte der sein, der ihr den Tod bringt – und dennoch bewegt er ihr Herz wie kein anderer …

Ezlyn
Im Zeichen der Seherin
Autor/in: Karolyn Ciseau
Einzelband, Fortsetzung möglich
Seiten: 386
Impress / Carlsen Verlag

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich noch nichts von der Autorin gelesen habe. Allerdings kam ich dank der Marketing Aktionen einfach nicht an dieser Neuerscheinung vorbei im März. Ich habe sowieso verboten viel gekauft im März, und der ist ja noch gar nicht vorbei. Ezlyn durfte als Ebook auf meinem Kindle einziehen. Das Cover ist okay, aber für mich war auch hier ausnahmsweise mal der Klappentext interessanter.

Ezlyn ist eine Todesseherin, sie sieht die Tode anderer Menschen voraus. Sie wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, in den Dienst eines Königs zu treten und diesem zu dienen. Im Grunde ist es ein Verkauf an den meist bietenden. Ezlyn ist hin und her gerissen, denn sie wird an Malachin und seinem Vater verkauft. Der Prinz scheint auf den ersten Eindruck sogar ganz nett zu sein. Doch Ezlyn hat nicht mit dem Schattenkrieger gerechnet, der auch in den Diensten von dem König steht. Ezlyn kennt diesen aus ihren Vorhersehungen, er ist ihr Mörder. Kann Ezlyn dem Tod entkommen?

Ich muss sagen, ich mochte den Stil der Autorin. Leicht und flüssig erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Ezyln. Die Grundidee hat mir gut gefallen, die Liebesgeschichte war okay, aber insgesamt hatte ich wirklich deutlich höhere Erwartungen.

Ezlyn ist als Protagonistin interessant und ihre Gedanken hinsichtlich ihrer Zukunft verständlich. Ich fand die Idee der Todesseherin wirklich gut, auch den Gedanken, dass diese einen Phoenix haben fand ich gut. Der Schattenkrieger war meiner Meinung nach aber spannender. Ich hätte mir hier wirklich eine Erzählung aus Dorians Sicht gewünscht. Gerade weil er so geheimnisvoll und unnahbar war. Dorian war so oft verschwunden, damit hätte man die Handlung doch deutlich aufgepeppt.

Für mich war der Spannungspegel wirklich extrem schwierig. Die Geschichte ist gut erzählt, aber das ist auch schon alles. Die Teile mit Rhiannon haben mich wirklich gepackt, aber dazwischen gab es wenig, leider.
Gegen Ende empfand ich einiges sogar als recht unlogisch. Ezlyn ist von beachtlichem Wert für den König und seinen Sohn und trotzdem kann sie sich ständig vom Hof entfernen?! Ähm ja okay, und dann war das Ende für mich hier und da wirklich auf unsicheren Beinen. Ich möchte nicht spoilern, aber die Legende, die zum Ende erwähnt wird, die hätte man vorher mal irgendwo erwähnen sollen. Das kam so aus der Luft gegriffen.

Die Geschichte ist abgeschlossen, aber die Autorin lässt sich aus meiner Sicht offen, einen zweiten Teil zu schreiben.

Fazit

Mir fällt die Bewertung schwer, die Grundidee war gut, die Liebesgeschichte auch okay, aber für mich war der Spannungspegel zu niedrig und auch Ungereimtheiten waren aus meiner Sicht vorhanden.

Von mir bekommt Ezlyn leider nur 3 von 5 Salatköpfen.