Dystopie,  Einzelband,  Fischer Verlag

Rezension zu Dry von Neal und Jarrod Shusterman

Klappentext

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Buchinfos

Titel: Dry
Einzelband
Autoren: Neal und Jarrod Shusterman
Übersetzer/in: Kristian Lutze und Pauline Kurbasik
Seiten: 448
Verlag: Mai 2019

Meine Meinung

Ich habe bereits Scythe von Neal Shusterman gelesen und bin wirklich positiv überrascht gewesen, da ich eher skeptisch männlichen Autoren gegenüber stehe. Bisher konnten mich wirklich nur wenig männliche Autoren richtig überzeugen. Aber Neal muss ich gestehen, gehört eindeutig dazu! Und nun schreibt er sogar noch mit seinen Sohn gemeinsam eine düstere Dystopie?! Na die musste ich doch einfach lesen!

Ein Szenario, dass gar nicht soooo weit hergeholt ist, und einem beim Lesen bewusst macht, wie wichtig Wasser für uns alle ist. Leider ist Wasserknappheit ein Thema, dass uns alle betrifft und irgendwann jeden von uns treffen kann. Von jetzt auf gleich gibt es in Kalifornien kein Trinkwasser mehr. Die Staudämme sind leer und die Entsalzungsanlagen kommen nicht hinterher. Die Menschen geraten in Panik und jeder denkt nur noch an sich. Hamsterkäufe und Randalen beginnen. Niemand ist sicher.

Alyssa Morrow ist 16 Jahre alt, ein ganz normales Mädchen, dass zur Highschool geht und in einer normalen Vorstadt mit Ihrer Familie lebt. Ihr Bruder Garrett ist 10 und denkt nicht weiter, als bis zur nächsten Mahlzeit. Ein typischer zehnjähriger Junge.

Kelton McCracken ist Alyssas Nachbar und geht zur selben Schule wie sie. Er wurde von Geburt an auf eine Apokalypse vorbereitet. Dadurch wirkt er seltsam und ist ein Eigenbrödler. Kelton hat sich viel Wissen und Praxis angeeignet, um bei einen gesellschaftlichen Zusammenbruch gewappnet zu sein.

Jacqui Costa, sie ist eine der Protagonistinnen, aus denen man bis zum Schluss nicht richtig schlau wird. Sie ist 19 und lebt auf der Straße. Sie ist klug und weiß wie sie überleben kann. Sie hat Mitgefühl weiß aber auch wann sie sich etwas nehmen muss um zu überleben. Sie ist taff aber auch sensibel auf ihre Art und Weise.

Henry Roycroft, ein junger Snob der aber nicht auf den Kopf gefallen ist. Er macht gerne Geschäfte und beobachtet sein Umfeld ganz genau. Er denkt nur an sich und ist auf seinen Vorteil bedacht. Er weiß, wie er auf andere wirkt und das er seine Umwelt überzeugen kann.

Die Geschichte geht sofort richtig los, Man wird direkt hineingeworfen ohne Luft holen zu können. Ohne Wasser geht nichts mehr. Das müssen auch unsere Protagonisten schnell feststellen. Ein Wettlauf ums Überleben beginnt. Jeder ist im Grunde auf sich selbst gestellt. Der Schreibstil ist super. Extrem spannend und dramatisch schildern Vater und Sohn wie eine mögliche Wasserknappheit in Kalifornien aussehen könnte. Und ich finde sie sind wirklich sehr realistisch.

Sicherlich sind ein paar Dinge sehr überzogen und bei manchen Geschehnissen musste ich an die Serie „The Walking Dead“ denken. Wo ich die Menschen manchmal einfach nur schütteln will, weil ich ihre Reaktionen und Aktionen nicht nachvollziehen kann. Aber wer weiß wie wir wirklich reagieren würden, wenn dieses Szenario mal bei uns eintreten sollte?

Fazit

Ein muss für Dystopie Fans, vor allem für alle, die es auch mal düster mögen und nicht wissen, ob das Buch ein Happy End bekommen wird oder nicht. Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und hoffentlich noch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Geht sparsam mit Wasser und eurer Erde um. Wir haben nur eine und die brauchen wir!

Cover:  5/6

Inhalt:  5/6

Grundidee:  5/6

Umsetzung:    5/6

Protagonisten:   5/6

Gesamtpunktzahl: 25 Punkte von 30 Punkten  

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