Auf dich war ich nicht vorbereitet von Anna Bell

Auf dich war ich nicht vorbereitet von Anna Bell

23. Februar 2019 0 Von Stephanie Teitge

Klappentext

Haben Sie schon einmal daran gedacht, auf Handy, Facebook, Instagram und Twitter zu verzichten? Also eine Digital Detox, eine digitale Diät, zu machen? Genau dies tut Daisy, die Protagonistin in Anna Bells neuer romantischer Liebe-Komödie – allerdings gegen ihren Willen.
Denn die Londonerin Daisy liebt nichts so sehr wie ihre Social-Media-Kanäle und ist in jeder freien Sekunde online. Ihre Facebook-Fassade strahlt in perfektem Glanz. Und auch auf der Arbeit ist sie ununterbrochen online und für jedermann erreichbar – bis sie erschöpfungsbedingt zusammenbricht.
Daisys Schwester Rosie beschließt, dass es nun endgültig reicht und verfrachtet Daisy kurzerhand aufs Land. Dort soll sie fernab von WLAN und Handynetz einen Digital-Entzug machen. Obwohl Daisy anfangs einiges versucht, um online zu gehen, gefällt ihr das Landleben immer besser. Und als der schweigsame Nachbar Jack beginnt, ihr kurze Briefe anstatt Mails zu schreiben, ist das fast schon romantisch …

Buchinfos

Titel:Auf dich war ich nicht vorbereitet
Einzelband
Autor/in:
Anna Bell
Übersetzer/in:
Silvia Kinkel
Seiten: 448
Verlag: Knaur

Meine Meinung

Das Cover ist ok, ich mag dieses Rosa nicht so wirklich aber es passt einigermaßen zum Inhalt des Buches, also ist es ok.

Die ersten 30 % des Buches haben es mir unwahrscheinlich schwer gemacht. Ich fand das alles viel zu überzogen und vor allem konnte ich Rosi von Beginn an absolut nicht leiden. So eine Antipathie habe ich wirklich selten bei Protagonisten aber bei ihr…uff.

Daisy ist von der virtuellen Welt abhängig, aber irgendwie muss sie das ja auch sein oder? Schließlich kümmert sie sich beruflich um die Twitter Aktivitäten und um das Marketing ihrer Firma. Und in der heutigen Zeit bedeutet dies nun mal auch virtuell viel unterwegs zu sein. Daher fand ich das zum Anfang einfach wirklich viel zu übertrieben. Gibt es wirklich Menschen die nicht mehr ohne können? Mit Sicherheit. Aber diesen bin ich glaube ich einfach noch nicht begegnet. Oder man nimmt es auch einfach nicht mehr so wahr, weil es mittlerweile einfach dazu gehört? Aber auch dann…ist dies wirklich schlimm? Ein sehr interessantes Thema über das man mit Sicherheit auch stundenlang diskutieren kann. Sie lebt inmitten von London und liebt ihr Leben. Nur das Single Dasein nervt sie. Sie ist Anfang 30 und will langsam etwas festes. Aber leider stellt sich dieses Unterfangen als wirklich schwierig heraus.

Rosie ist die ältere Schwester von Daisy und lebt in Manchester. Sie kommt sozusagen genau zur rechten Zeit nach London. Daisy ist am Boden und braucht dringend einen Tapetenwechsel. Und hier kommt die digitale Entgiftung ins Spiel. Und dann nimmt das Buch auch ganz ganz langsam etwas an Fahrt auf. Und ich habe begonnen es ein wenig zu mögen.

Die Grundidee fand ich wirklich interessant, die Umsetzung ist gerade zum Anfang leider in meinen Augen sehr schwach. Man hätte hier sicher noch einiges mehr herausholen können. Jack mochte ich von Anfang an. Auch die anderen Protas in Crumbia sind absolut liebenswürdig. Hier wird mir Rosi dann auch Stück für Stück sympathischer. Aber das dauert etwas.

Ob die digitale Entgiftung und die große Liebe für Daisy klappen. Das müsst ihr natürlich selbst herausfinden.

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.

Fazit

Ein Buch mit einer super Grundidee, aber für mich leider mit einem schwachen Start. Es ist für mich auf jeden Fall ausbaufähig.

Cover:  4/6

Inhalt:  4/6

Grundidee:  5/6

Umsetzung:    3/6

Protagonisten:   4/6

Gesamtpunktzahl: 20 Punkte von 30 Punkten