Songbird von Anna Rosina Fischer

Klappentext

Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst. »Songbird« ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.

©Piper Gefühlvoll

Buchinfos

 

Songbird

Autor/in: Anna Rosina Fischer
Seitenanzahl: 432
Erscheinungstermin: 04.12.2018

Verlag: Piper

 

 

Meine Meinung  

Ich habe diese Buch wirklich nur durch puren Zufall gefunden. Die Klappe hat mich extrem positiv angesprochen, so dass ich gar nicht anders konnte als es anzufragen. Die Zusage kam noch am selben Tag (Danke an den Verlag und Netgalley). Ich habe mich wirklich mega gefreut, dass es geklappt hat und das ich die kommenden Tage mit diesem Buch beginnen konnte.
Das Cover ist ok. Es sagt nicht viel über den Inhalt des Buches aus, was nicht schlimm ist. Damit bleibt es etwas spannender wie ich finde.
Der Schreibstil war für mich etwas lang an manchen Stellen, und leider im Großen und Ganzen viel zu kindlich. Ich hatte bei den Dialogen wirklich oft das Gefühl das hier keine jungen Erwachsenen und Erwachsene sprechen, sondern 14 jährige Teenies. Das fand ich wirklich teils sehr anstrengend und nervig. Ich weiß es ist ein Jugendbuch aber mit 19 und Älter habe ich persönlich nicht mehr teils so kindlich reagiert und gesprochen.
Ella ist eine junge Frau, die mit sich selbst völlig im Ungleichgewicht ist. Sie liebt es alleine, für sich zu sein und es stört sie auch nicht einfach den ganzen Tag nichts zu tun. Sie ist nicht faul oder so. Sie ist auch meistens nicht tief traurig oder unzufrieden. Dies ist mittlerweile einfach ihr Wesen geworden. Und scheinbar stört das auch niemanden. Nicht ihre Freunde und auch nicht ihre Familie. Was ich alles etwas merkwürdig finde. Sie mag diesen üblichen Mädchenkram auch nicht sehr. Am liebsten trägt sie Jeans und Chucks und hasst es da ihre einzigen beiden Freunde Milo und Emma nun in die 12. Klasse gehen werden und sie durch ihren einjährigen Englandaufenthalt die 11. Klasse wiederholen muss.
Sam will Lehrer werden, er ist der beste Freund und fast wie ein Bruder für Ella und Kurt. Er gehört Quasi zur Familie, da seine eigene Familie einen Katastrophe ist. Er hat schon sehr viel mit seinen 22 Jahren durchmachen müssen und hat einige Geheimnisse. Sein Ziel ist es anderen Kindern zu helfen und ihnen Alternativen zu bieten. Er ist ein herzensguter Mensch.
Und es gibt Milo, zu dem will ich eigentlich nicht all zu viel sagen. Er ist der beste Freund von Ella und Emma. Sie kennen sich seit Jahren und sind unzertrennlich.
Ella und Sam sind schon einige Zeit in einander verliebt…allerdings gesteht sich dies keiner von beiden ein und sie wissen auch nicht von den Gefühlen des anderen. Bis ein kleines Unglück passiert und sich alles ändert. Bis dahin war die Geschichte auch noch einigermaßen ok, bis auf das kindliche Verhalten.
Zu Ella konnte ich oder gar keine Beziehung aufbauen und Sam hat es mir wirklich sehr schwer gemacht. Einfach das ganze Verhalten, sie lieben sich aber sie können das nicht machen, sie lieben sich doch aber, aber nein das geht nicht. Dieses ewige hin und her. Mit Liebesgeständnissen sind sie absolut nicht sparsam, aber auf der einen Seite können sie die Finger nicht von einander lassen und 4 Sätze weiter macht er dicht und schickt sie fort, weil es nicht geht. Das hat mich sooo unendlich genervt.
Aber mit Abstand das schlimmste und für mich immer noch zum absoluten Kopfschütteln, ist die Tatsache ihrer Krankheit. Alle bekommen es mit oder auch nicht. Ihnen fällt es auf, aber keiner unternimmt etwas oder sagt etwas dazu? Es wird immer schlimmer und durch das Liebes-Durcheinander mit Sam wird es noch schlimmer. Und dieses Thema ist so schwerwiegend und es wird auch irgendwie ständig nebenbei erwähnt. Aber so richtig zum Thema wird es nicht gemacht. Das macht mich ehrlich gesagt absolut sprachlos. Auch wie mit dem ganzen Thema umgegangen wird finde ich einen absolute Katastrophe. Ich habe mit Julia lange darüber gesprochen und ihr den Inhalt des Buches geschildert. Sie sieht es auch so und meinte ich solle es in meiner Rezension auch unbedingt mit ansprechen. Auch wenn ich euch vielleicht ein klein wenig Spoiler (wenn ja dann tut es mir leid) aber ich bin wirklich enttäuscht und erschrocken wie mit diesem Thema umgegangen wird und wie es eigentlich nur abgefertigt wird und gut. Das geht in meinen Augen leider überhaupt nicht.

Fazit

Die Grundidee an sich fand ich nach wir vor Klasse. Aber die Umsetzung ist in meinen Augen nicht ansatzweise gelungen und die Umsetzung mit einer doch so schweren Thematik ist völlig daneben gegangen. Ich kann  nur hoffen, dass es nochmal grundlegend überdacht und überarbeitet wird.
Cover:  3/6

Inhalt:  1/6

Grundidee:  5/6

Umsetzung:    0/6

Protagonisten:   1/6

Gesamtpunktzahl: 10 Punkte von 30 Punkten
 

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