Cinder & Ella von Kelly Oram

Klappentext

Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

©Lübbe <one>

Buchinfos

 

Cinder & Ella

Autor/in: Kelly Oram
Seitenanzahl: 448
Erscheinungstermin: 28. September 2018

Verlag: Lübbe

 

 

Meine Meinung  

Da dieses Buch schon einige Tage in aller Munde ist und ich die Klappe ganz nett fand, wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe es nun gelesen.
Die Grundidee finde ich toll und ich bin auch wirklich schnell in die Geschichte eingestiegen.
Aber leider wurde es ab der Mitte ca. immer dramatischer, also viel zu dramatisch und viel zu viel von allem. Ich kann vieles nachvollziehen und habe Ella zu Beginn wirklich gerne gehabt. Sie hat extrem viel durchgemacht und wird die Narben innerlich, wie äußerlich immer behalten aber im Laufe des Buches entwickelt sie sich von einer starken, klugen, jungen Frau zu einem Wrack und wird gefühlt von Seite zu Seite weinerlicher. Ich finde das sooo super schade. Auch Cinder wird immer dramatischer. Die Autorin hat in meinen Augen einfach viel zu viel gewollt und überrollt den Leser mit Emotionen und Tränen. Auch das Ende konnte mich nur bis zu einen gewissen Punkt berühren. Auch hier ist es irgendwie einfach zu viel von allem.
Cinder alias Brian ist charmant, sexy und im Moment einer der aufstrebenden Jungschauspieler in Hollywood. Und er liebt Ella. Auch wenn er sie nur aus dem Internet kennt und nichts von ihr weiß. Er liebt sie. Ella geht es im Grunde genau so. Und beide stehen auch dazu. Sie sagen es sich oft genug bzw. schreiben es sich. Ich mochte ihre Chats wirklich. Ich mag generell solche Bücher.
Ich bin wirklich hin und her gerissen. Den Hype um dieses Buch kann ich tatsächlich null nachvollziehen. Es ist nett zu lesen und der Schreibstil ist auch angenehm aber mehr? Also ein Buch für Zwischendurch ja, aber mehr war es für mich zum Schluss leider wirklich nicht. Was ich extrem schade fand.
Ich hätte mir die Protas auch gerne älter gewünscht, vielleicht schon am College, nicht in der Schule. Und die Schüler und das Mobbing. Uff. Die Reaktionen des Rektors und die der gesamten Schule kann ich null nachvollziehen. Ich wurde auch oft gemobbt in der Schule, aber was in diesem Buch abgeht… das war für mich dann doch zu unrealistisch. Das auch niemand wirklich einschreitet und sie ihren Willen bekommt und einfach von Zuhause ihren Abschluss machen kann. Wie gesagt für mich wollte die Autorin einfach zu viel.
Auch die neue Familie von Ella, die Reaktionen und Aktionen konnte ich teilweise absolut nicht nachvollziehen. Ja dort treffen zwei Welten aufeinander und sicherlich hat jeder sein Päckchen zu tragen, aber ich denke das hätte man auch besser verpacken können. Auch ihr Vater war keine große Hilfe, im Gegenteil er macht vieles noch schlimmer. Da nützt es auch nichts, dass er einer der besten Anwälte in L.A. ist.
Schade das ich euch spoilern würde mit Beispielen, aber ich finde wer Jugendbücher voller Drama und Gefühle mag, sollte diesem Buch eine Chance geben. Wer es nicht sooo extrem mag, dem würde ich doch eher zu einem anderen Jugendbuch raten.
Wie empfandet ihr die Geschichte?

Fazit

Eine tolle Grundidee die aber für mich noch extrem ausbaufähig ist. Manchmal ist weniger einfach mehr.
Cover:  3/6

Inhalt:  3/6

Grundidee:  5/6

Umsetzung:    3/6

Protagonisten:   3/6

Gesamtpunktzahl: 17 Punkte von 30 Punkten
 

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