Rezension zu Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman

Die Hüter des Todes

Autor/in: Neal Shusterman 

Übersetzer/in: 
Pauline Kurbasik, Kristian Lutze

Seitenanzahl: 528
Erscheinungstermin: 21.09.2017

Quelle: Verlag


Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …
Quelle: Verlag


Das Cover mit seiner Farbwahl und Schrift gefällt mir wirklich gut, im Deutschen gefällt es mir tatsächlich sogar besser als die englische Ausgabe. Es wirkt düster und geheimnisvoll. Es passt für mich auch nach dem Lesen gut zum Inhalt. 

Das war mal ein dicker Wälzer, der es in sich hatte. Ich habe vorweg schon ganz viele unterschiedliche Meinungen dazu gelesen und war daher um so gespannter, wie es mir wohl gefallen wird.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, ohne viele Schnörkel gehalten, auf übermäßig viele, ellenlange Beschreibungen wird völlig verzichtet. Was ich als sehr positiv und passend empfand. 

Es wird immer abwechselnd aus den Sichten von Citra und Rowan erzählt. Zwischendurch gibt es einige Tagebucheinträge verschiedener Scythe. 
Durch diese verschiedenen Sichtweisen und Einstellungen wurde das Buch nie langweilig. 
Obwohl ich fand, dass im Grunde gar nicht sooo viel passiert und der Spannungspegel immer ungefähr gleich war, muss ich zugeben habe ich mich nicht gelangweilt. 

Die Idee der Scythe hat mir sehr gut gefallen und es ist mal etwas neues, ja der Sensenmann wie wir ihn kennen ist sicherlich nicht neu aber die ganze Geschichte drum herum, und wie wir uns in einer nahezu perfekten Welt selbst auslöschen müssen und somit einen neue Art des Sensenmannes erfinden, fand ich wirklich klasse.

Die Liebesgeschichte zwischen Citra und Rowan spielt auf der einen Seite keine große Rolle, aber auf der anderen Seite entscheidet gerade diese Liebe für sich alles im Buch. Im Grunde gibt es keine Liebesgeschichte, weil sie sich nicht sehen aber trotzdem wissen beide, was sie für einander fühlen.

Beide Protagonisten wurden als Scythe Lehrling erwählt. Von heute auf morgen ändert sich einfach ihr komplettes Leben.
Denn ein Scythe zu sein/zu werden und Menschen nach vorgegebener Quote zu töten bzw. nachzulesen wird von nun an ihr Tagesgeschäft sein.
Sie müssen lernen zu kämpfen, Waffen zu benutzen und Gifte zusammen mischen. Sie müssen lernen, wie man tötet. Jedem Scythe steht hierbei die Wahl der Waffe bzw. des Giftes frei und jeder Scythe hat seine eigene Methode. Aber was passiert, wenn man gefallen daran findet Menschen nachzulesen? Wenn man sich nicht mehr an die Gesetze halten will und es genießt Leben auszulöschen?

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Zwischendurch wird es recht politisch, was ich aber alles als passend für diese Geschichte empfand.
Ob es ein Happy End im Üblichen Sinn gibt, und wie die Welt der Scythe weiter geht, das müsst ihr selbst lesen.
Ich kann nur eine Empfehlung ausdrücken! Ich mag Dystopien und ich mag es auch, wenn es mal kein Happy End gibt. Ich bin extrem gespannt was ihr zu diesem Buch sagt! 
Ich könnte noch wesentlich mehr über den Inhalt erzählen, aber ich denke hier sollte Schluss sein, damit ihr auch noch Lust habt es selbst zu lesen. 😉



Ein Buch, das mich nachdenklich zurück lässt. Eine nahezu perfekte Welt, in der wir nicht mal den Tod dem Zufall überlassen. Aber was ist wenn der Tod seine eigenen Regeln aufstellt?


Cover: 5/6

Inhalt: 6/6

Grundidee: 6/6

Umsetzung:   5/6

Protagonisten:  6/6

Gesamtpunktzahl:  28 Punkte von 30 Punkten

2 thoughts on “Rezension zu Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman

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