Monat: November 2016

Rezension zu DIE SILBERNE KÖNIGIN von KATHARINA SECK

Autor/in: Katharina Seck
Erscheinungstermin: 14.10.2016
Seiten: 368
Genre: Fantasy







Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit – über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst –

Das Cover ist wahnsinnig ansprechend finde ich. Ich hatte nach dem Lesen des Klappentextes gehofft, dass der Inhalt etwas besonderes ist. Ob mich das Buch überzeugen konnte? 

Emma schuftet jeden Tag im Bergwerk. Sie lebt in Silberglanz, der Stadt, die im ewigen Winter versunken ist. Es schneit immer, es ist immer kalt und Emma ihr Haus hat schon bessere Tage gesehen. Sie unterstützt ihren Vater so gut sie kann aber wenn sich nicht bald etwas in ihrem Leben ändern würde, dann wären die beiden verloren. Und das Unglück steht schon fast vor Emmas Tür. 

Die Autorin hat einen unglaublich ausgereiften Stil. Ihre Geschichte gleicht einem Märchen und nimmt den Leser mit der ersten Seite gefangen. Ich habe so viele Zitate gesammelt beim Lesen dieser Geschichte, das hatte ich schon lange nicht mehr bei einem Buch. So viele Sätze, die man immer wieder lesen möchte. 

Emma ist als Protagonistin sehr überzeugend. Sie ist liebevoll und sorgt sich um ihre Mitmenschen. Sie ist eine gute Seele, auch wenn sie es wirklich nicht leicht hat mit ihrem Vater. Dennoch gibt sie immer ihr Bestes. 
Auch die anderen Charaktere wie Madame Weltfremd, Ophelia und natürlich der Frostprinz sind so wundervoll geworden. Jeder für sich ist eine Bereicherung beim Lesen. Und jeder Einzelne bringt etwas wichtiges für die Geschichte mit, dass den Leser am Ende noch immer ein wenig gefangen hält. 

Im Laufe der Geschichte wächst Emma enorm an ihren Herausforderungen, das hat mir besonders gut gefallen. Das Ende hat mich sehr zufrieden gestellt und ich freue mich sehr, dass es schon nächstes Jahr ein neues Buch von der Autorin gibt. 

Fazit

Dieses Buch ist ein Muss unter jedem Weihnachtsbaum!



5 von 5 Salatköpfen 


Rezension zu PLÖTZLICH BANSHEE von NINA MACKAY

Autor/in: Nina Mackay
Verlag: Piper IvI
Erscheinungstermin: 01.09.2016
Seiten: 400
Genre: Fantasy





Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?


Dieses Buch war in aller Munde, daher habe ich mich riesig gefreut, dass Stephi mir das Buch von der Frankfurter Buchmesse mitgebracht hat. Das Cover ist sehr ansprechend und auch der Klappentext hat mir gut gefallen. Eine Geschichte mit einer Banshee hatte ich lange nicht, also auf ins Vergnügen. 

Alana ist eine Banshee, also eine Todesfee. Sie sieht über den Köpfen der Menschen die verbleibende Lebenszeit. Sie arbeitet als Detektivin und hilft so anderen Menschen, obwohl sie meistens nur kleine Aufträge annimmt. Durch eine Rettungsaktion eines Klienten schlittert sie direkt in eine gefährliche Reihe von Mordfällen. Sie ermittelt und trifft durch Zufall auf den zuständigen Detective Dylan. Alana gerät ins Visier des Detectives, kann sie ihn überzeugen, dass sie keine Killerin ist? Und kann sie weitere Morde verhindern? 

Ich mochte den lockeren Schreibstil der Autorin. Umgangssprachlich und mit viel Humor erzählt die Autorin – aus der Sicht von Alana und Dylan abwechselnd – die Geschichte.

Alana ist ziemlich tollpatschig, das liegt vor allem an ihrem Banshee Dasein. Eine Nebenwirkung könnte man sagen. Sie hat mit Männern kein Glück und dass sie den Detective äußerst attraktiv findet trägt nicht gerade zu ihrer Freude bei. 
Dylan ist das absolute Gegenteil von Alana. Er steht mit beiden Beinen im Leben, ist äußerst strukturiert und gradlinig. 
Ich muss leider sagen, dass mich die Geschichte nicht überzeugen konnte. Mit der Tollpatschigkeit hätte ich gut leben können, aber Alana ist auch ansonsten für ihre 20 Jahre viel zu naiv und unreif. Wenn man da als Gegenpol den Detective sieht kann man gar nicht glauben, dass die beiden sich verstehen könnten. Auch sonst kamen schon nach kurzer Zeit für mich viele Fragen auf, die aus meiner Sicht die Handlungen nicht nachvollziehbar machten und die Geschichte so auf wackelige Füße stellte. 

Dennoch werde ich noch ein anderes Buch der Autorin lesen, denn vielleicht passe ich einfach nicht in die Zielgruppe der Banshee. 

Fazit

Ich mochte die Grundidee und auch Dylan, aber die Umsetzung war für mich an einigen Stellen einfach zu wackelig. Schade. 


3 von 5 Salatköpfen 


Rezension zu Everflame – Verräterliebe: Band 3 von Josephine Angelini

Verlag: Dressler
Erscheinungstermin: 24.10.2016
Seiten: 448
Genre: Fantasy


ACHTUNG MÖGLICHE SPOILER




Autor/in

Josephine Angelini wurde in Massachusetts/ USA geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.
Quelle: Verlag

Klappentext

Freund oder Feind, Zukunft oder Untergang.


Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.

Das dramatische Finale der neuen Angelini-Trilogie.
www.everflame-trilogie.de

Quelle: Verlag

Meine Meinung

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das Cover wurde wieder geändert… ehrlich gesagt nervt das doch nur noch oder? Einmal ändern, ärgerlich aber manchmal sinnvoll..aber zwei mal ändern oder noch öfter…muss das sein? Ich persönlich fand die ersten Cover noch am besten.


Der dritte Teil knüpft direkt ohne lange Umschweife an den vorherigen Band an. 

Lilly muss den Verlust von Tristan verarbeiten und der Verrat von Rowan steckt ihr in den Knochen. Aber sie hat keine Zeit dafür.
Wird sie das alles verarbeiten können?

Nachdem mich Band 2 schon alles andere als begeistert hat, war ich nun auf den Abschluss sehr gespannt.

Lily und ihr Zirkel sind nun in Bower City gelandet. Stück für Stück kommen sie hinter die Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner.  Der Schwarm kontrolliert alles was in der Stadt vor sich geht. Niemand kommt rein oder raus, wenn der Schwarm dass nicht will.
Lily und ihre Gefährten wissen nicht, was sie davon halten sollen. 
Gemeinsam schmeiden sie einen Plan um von dort zu fliehen. Noch immer wird das Außenländervolk von den Wirkern getötet und wartet auf Rettung.
Aber dann machen sie eine folgenschwere Entdeckung, die alles auf den Kopf stellt.

Lily kommt nicht zur Ruhe, sie muss sich mit Alaric, dem Schwarm und Lilian auseinander setzten. Und dann das ganze Trauerspiel um ihre Liebe zu Rowan. 

Die ganzen Unterhaltungen in Gedanken mit Lilian haben mich im 2. Band schon nicht sehr begeistert. Klar sind sie manchmal wichtig aber man hätte einiges wesentlich kürzer fassen können.
Sie muss erkennen, dass Lilian nur auf dem ersten Blick eine kalte und berechnende Person ist. Alles löst sich in Band 3 Stück für Stück auf. Ob Sie gemeinsam einen Weg in den Frieden finden oder ob ein Bürgerkrieg ausbricht müsst ihr wohl selbst herausfinden. Und sind die Wirker wirklich nur Monster die ihren Urtrieben folgen?

Im Großen und Ganzen eine nette Reihe aber definitiv nicht in meiner Top 10. Vielleicht liegt es daran, dass es wieder etwas in Richtung Jugendbuch ist?  Von allen Bänden fand ich Band 1 am stärksten. 


Fazit

Ein guter Abschluss.

Bewertung

Cover: 3/6

Inhalt: 3/6

Grundidee:  5/6

Umsetzung:    4/6

Protagonisten:  4/6

Gesamtpunktzahl:  19 Punkte von 30 Punkten




HörbuchRezension zu ELIAS UND LAIA – DIE HERRSCHAFT DER MASKEN – von SABAA TAHIR

Titel: Elias und Laia
Die Herrschaft der Masken – Band 1 – 
Autor/in: Sabaa Tahir
Übersetzer/in: Barbara Imgrund
Verlag: Lübbe Audio
Erscheinungstermin: 15.05.2015
Laufzeit: 15 Stunden 36 Minuten
Genre: 
Fantasy, Jugendbuch ab 14





Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft. 

Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste…


Endlich bin ich auch mal zu dieser Reihe gekommen. Ich hatte mich nach einem vergeblichen Versuch das Buch zu lesen für das Hörbuch entschieden und muss sagen, das war eine gute Entscheidung.  

Laia lebt mit ihrem Bruder bei ihren Großeltern. Sie haben es nicht immer leicht, aber sie haben sich. Doch dann eines Abends kommen die Masken und Laia ist plötzlich ganz allein. Um zu Überleben fasst sie einen gefährlichen Plan, dieser könnte nicht nur ihr Leben in Gefahr bringen. 
Elias ist eine Maske. Eine todbringende Maschine ohne Gewissen und Herz. Er wurde ausgebildet zum perfekten Mörder, doch ist das wirklich so? 

Ich muss sagen, dass das Hörbuch super gelungen ist. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Laia und Elias erzählt und dafür wurden zwei Sprecher genutzt. Max Felder spricht Elias und Gabrielle Pietermann spricht die Laia. Das ist eine perfekte Wahl wie ich finde. 

Die Autorin hat einen wahnsinnig schönen Schreibstil und man hat viele Bilder im Kopf, gerade beim Hörbuch. An einigen Stellen muss ich sagen war es mir einfach zu viel Gerede, zu viel Erzählungen. Obwohl ich die Umsetzung wirklich gelungen fand. 

Die Grundidee ist etwas neues und vor allen die Verwebungen von Fantasy, Mythen und Legenden und auch der harten Realität haben es mir unheimlich angetan. Dschinn, die Masken und dazwischen Laia, das ist absolut überzeugend!

Laia ist plötzlich völlig auf sich allein gestellt. Doch sie will ihren Bruder retten, sie muss ihn retten! Am Anfang ist Laia vor allem völlig überfordert mit der Situation, das wäre sicher jeder an ihrer Stelle. Doch sie gewinnt vor allem an innerlicher Stärke und am Ende ist sie absolut überzeugend. 

Elias ist das Gegenteil von Laia, zumindest was den Kampfgeist angeht, aber auch er hat Angst davor die Wahrheit zu sagen, vor allem was seine Einstellung angeht. Es würde ihn das Leben kosten und er nimmt sich einfach vor weiter durchzuhalten. Doch dann kreuzen sich die Wege von Elias und Laia und nichts ist mehr wie es war. 

Fazit

Eine magische Welt voller Gefahren. Der Tod lauert überall und in jeder nur möglichen Art und Weise.



4 von 5 Salatköpfen 


Rezension zu NO HEARTBEAT BEFORE COFFEE

Autor/in: Maria M. Lacroix
Erscheinungstermin: 16.06.2016
Seiten: 230
Genre: Fantasy






Während eines Einsatzes gegen einen dunklen Hexenclan wird Diana, kampferprobte Spezialistin des Instituts für »Research and Identification of Paranormal Activities«, mit einem tödlichen Fluch belegt. Rettung aus ihrer aussichtslosen Lage erhält sie ausgerechnet von einem Werwolf.

Obwohl auch er in ihrer Weltsicht zum Feind zählt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jamie zu vertrauen. Und als wäre ihr Leben nicht verzwickt genug, zieht er sie stärker an, als sie sich selbst eingestehen will.

Gleichzeitig wird Seattle von einer brutalen Mordserie erschüttert, sodass Diana ihre persönlichen Probleme in den Hintergrund stellt, um sich voll und ganz der Aufklärung des Falles widmen zu können. Doch ihre Kollegen dürfen weder von ihren Gefühlen für Jamie erfahren noch, welchen Preis sie für ihr Überleben gezahlt hat …
Endlich mal wieder ein Buch aus meiner Drachenmond Verlags-Sammlung!

Über dieses Buch wurde sooooooo geschwärmt, da wollte ich mir unbedingt selbst eine Meinung bilden. Das Cover und der Klappentext waren auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. 

Diana arbeitet für die RIPA, eine Einheit für „Außergewöhnliche“ Wesen. Bei einem Einsatz gegen einen Hexenzirkel wird sie von einer Hexe verflucht. Sie flüchtet vom Einsatzort und trifft auf einen Werwolf. Eigentlich müsste sie ihn melden, aber durch die Situation und die Tatsache, dass der Wolf total nett ist lässt sie sich von ihm helfen, schließlich bleibt Diana nicht mehr viel Zeit bis der Tag anbricht. Und das soll auch nicht das einzige Problem von Diana bleiben…

Ich muss sagen, ich habe mich ohne große Erwartungen diesem Buch genährt und es absolut genossen. Die Handlung geht mit Tempo voran und als Leser ist man wirklich begeistert von den Charakteren und vor allem wohl von den Wortgefechten. 

Ich mochte den Humor, den Spannungspegel, den heißen Wolf (logisch) und vor allem die Wendungen. Bis zum Ende hin hat man als Leser das volle Vergnügen und dann ist es vorbei und man schüttelt das Buch, in der Hoffnung, dass noch mehr raus fällt. Also bei mir war es leider dennoch beendet. 

Diana ist nicht auf den Mund gefallen und als einzige Frau in ihrem Job darf sie das auch nicht sein. Sie kämpft bis zum letzten Atemzug und dennoch gibt es auch in ihr einen weichen Kern. Wobei man den schon suchen muss *kicher
Über den heißen Werwolf Jamie möchte ich gar nicht sooooooo viel sagen. Er ist klug, witzig, charmant und ein Kämpfer ebenso wie Diana. Die beiden sind ein überraschendes und absolut überzeugendes Team. 

Ein Teil der Geschichte ist bis zum Ende erzählt, aber es bleiben doch einige Fragen offen, daher hoffe ich stark auf einen zweiten Band oder besser noch so drei bis vier weitere Bände. 

Fazit

Eine starke Grundidee, absolut überzeugend umgesetzt und ich wünsche mir unbedingt mehr!



5 von 5 Salatköpfen